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[Rémi]

„Nigro notanda lapillo“

(mit einem schwarzen Stein zu merken)

Die Piraten, Asterix „Die Odyssee“

Heute, am 14.12. jährt sich Rémis Todestag zum ersten Mal. 

(Inis)

Manchmal ist die Welt klein und die Welt von Herthanern ein Dorf. Jedenfalls lernte ich Rémi kennen, bevor er zur Axel Kruse Jugend stieß. In einer Kneipe – wo sonst. Ein durch und durch netter, warmherziger und sympathischer Mensch. Und ganz ehrlich – ich fuhr so ab auf seinen Akzent.

Ich habe ganz lange nicht gewusst, dass er krank ist, geschweige denn so krank.

Manchmal, wenn es ihm nicht gut ging, hat er sich aus der WhatsApp-Gruppe zurückgezogen –   unserem Stammtisch, an dem wirklich über alles gesprochen wird und gesprochen werden kann. Und er hatte echt immer was beizusteuern – Wissen oder Anekdoten. Er lebte zwar schon 26 Jahre in Deutschland, aber er wusste mehr über Hertha und Berlin als die meisten anderen. Wahnsinn.

Eine Auswärtsfahrt mit Hertha werde ich nie vergessen, denn sie ist so unzertrennlich mit Rémi verknüpft – unsere Fahrt nach Leipzig. Natürlich gab es auch schon eine Fahrt nach Leipzig, die Hertha als Siegerin beendete, aber nicht diese Fahrt. Na ja, wir sind Herthaner. Wir organisier(t)en hin und wieder gemeinsame Auswärtsfahrten der AKJ, so auch nach Leipzig. Oder wie Jan sagen würde, nach Mordor.

Rémi ging es gut und er war mit von der Partie. Auf der Hinfahrt – ausgestattet mit Bouletten, Gürkchen und jeder Menge Süßkram – waren wir voll Zuversicht. Tja, was soll ich groß sagen. Es war Mordor und wir Hertha. Wir haben 5:0 verloren (oder 5:1?, egal), das Wetter war mies und die Bahn hatte zudem beschlossen, an diesem Wochenende notwendige Bauarbeiten auf der Strecke Leipzig – Berlin durchzuführen. So standen wir da nun – nach einem Grottenspiel und nem miesen Ergebnis in der Tasche – und mussten zusehen, wie wir nach Berlin zurückkamen. Gerüchte machten die Runde, dass ein Bus über Land in eine andere Stadt fuhr, von der aus ein Zug nach Berlin ginge. Hört sich gut an, aber unsere Gruppe war nicht die einzige, die raus aus Leipzig wollte. Dieser Bus wurde belagert, belagert von mehr Menschen als hinein gepasst hätten. Und, was macht Rémi? Drückt mir seinen Behindertenausweis in die Hand und sieht mich zuversichtlich an. Ich griff nach Rémis Hand und wedelte mit dem Ausweis vor der Nase des Bundespolizisten: „Er ist schwerbehindert und nicht in der Lage, so lange zu stehen. Wir brauchen unbedingt Platz in diesem Bus.“ Er, ich und die 8 anderen. Irgendwas wird ihn beeindruckt haben – der Ausweis, mein Auftreten – egal, wir kamen in den Bus. Und fuhren übers Land. Und Rémi hatte seinen Spaß. Ich hab vergessen, wohin der Bus fuhr, jedenfalls kamen wir dort zu spät an und es war klar, den Zug konnten wir nur noch kriegen, wenn wir rannten. Aber rennen? Rennen mit Rémi? Keine Chance. Ich setzte zum Sprint an, es ging immerhin um den letzten Zug an diesem Abend nach Berlin, aber schnell war mir klar, dass für ihn die Strecke nicht zu schaffen war – jedenfalls nicht im Sprint. Ich blieb stehen und dachte, o.k., was solls, dann halt nicht. Wir sind zusammen hier, wir fahren zusammen zurück.

Wir haben den Zug geschafft – er ist nicht pünktlich losgefahren – hoch lebe die Bahn. 

Wir waren so aufgedreht, wir alle. Außer Atem, aufgedreht, glücklich. Wen interessiert schon das Ergebnis gegen Mordor. Wir schnatterten alle durcheinander, füllten das Abteil zum Leidwesen der anderen Reisenden vollständig aus – und Rémi hatte seinen Spaß. Der Tag war anstrengend, für jeden von uns, aber er hat sich nichts anmerken lassen. Er hat im Gästeblock für seine Hertha alles gegeben und alles gegeben, damit niemand aus unserer Gruppe sich Gedanken macht, ob es für ihn vielleicht zu viel ist. Und er hatte so viel Spaß.

Das Ergebnis gegen Mordor ist zweitrangig. Dass wir alle als Gruppe funktioniert haben und Rémis Freude – ich verliere gern noch einmal.

(Moritz)

Mir fällt ein, wie wir mit ein paar Leuten von der AKJ beim Kiezspieltag in Kreuzberg waren und Rémi ein Foto mit Herthinho machen wollte. Ich rief ihm zu: Gib ihm einen Kuss! Und Rémi herzte Herthinho derart leidenschaftlich, dass das Foto des Jahres dabei herauskam!

(Klaus)

Ein Mensch ist weg aus unseren Leben, sitzt nie mehr beim U23 Spiel im Amateurstadion neben mir, wird nie mehr mit mir schimpfen beim Fußball, ein Sitz wird dort immer leer sein und dort werde ich ihn wiedersehen, auch wenn es nur in meinen Gedanken ist. Bestimmte Plätze sind reserviert für die Verstorbenen und dort findet sich die Erinnerung wieder. Wenn ich im Sommer im Herthaner in der Weserstraße sitze. Dort, mein Freund, wirst Du mit mir sitzen.

Wir stehen im Kreis um das Grab. Die Gedanken gehen uns aus oder vielleicht wollen wir sie auch gar nicht teilen. Es ist gut, dass wir dort sind, dass wir nicht alleine dort stehen, wenn was hilft, ist es die Gemeinschaft, die im Angesicht des Todes trotzdem eine Wärme vermitteln kann, alleine wäre ich nicht hingegangen. Wir trinken einen Schnaps zusammen, wir gehen langsam zum Ausgang. Viele sind schon geimpft, andere haben einen Termin, es wird einen neuen Anfang geben und versprochen Rémi: Du bekommst eine Party von uns.

(Sabine)

Rémi trat kurz nach mir in die Axel Kruse Jugend ein, 2018, ich im Februar, er im April, wir waren die Nr. 43 und 45. Ich kannte ihn bis dahin nicht, ich hatte nur vom Unterstützungs-Banner im Stadion gelesen.

Wir lernten uns kennen und trafen uns immer mal wieder: ab und zu bei Spielen der U23, mal zufällig in „meinem“ Bus zum Olympiastadion, beim Kieztraining im Willi-Kressmann-Stadion. Bei der letzten Weihnachtsfeier der AKJ saß ich ihm und seiner Frau gegenüber, wir hatten einen schönen Abend. Manchmal schrieben wir uns hin und her, beginnend an dem Tag, als ich durch unglückliche Umstände auch im Urbankrankenhaus landete, seiner „Zweitwohnung“, wie er es nannte.

Das letzte Mal sah ich ihn im vergangenen Jahr bei einem Spiel von BSC Eintracht-Südring gegen unsere Ü32, an einem warmen Spätsommernachmittag in Kreuzberg.

Rémi wird mir in Erinnerung bleiben als zugewandter Mensch mit viel Empathie, mit dem man über alles sprechen und diskutieren konnte, der an vielem interessiert war und immer bereit zu helfen, nicht nur bei der Aktion 1892LiterWasser, die er anregte und mit aufbaute, sondern auch bei vielen anderen Gelegenheiten, einfach wenn jemand Hilfe brauchte.

Er fehlt mir. Au revoir Rémi!

(Moritz)

Wir – André, Rolf, ein weiterer Freund von Rémi und ich – haben Rémi mal an einem Spieltag in seiner „Zweitwohnung“ im Urbankrankenhaus besucht. Den Laptop und ein paar Bier verstohlen unter dem Mantel versteckend huschten wir in sein Krankenzimmer, brachten nach der Begrüßung die Übertragung zum Laufen und sahen eine sich durchaus zu Gunsten von Hertha entwickelnde Partie. Sehr zum Leidwesen von Rémi, der vor einer Schwester auf der Station großen Respekt zu haben schien, denn obwohl André und ich seinen Wunsch nach zurückgenommenem Torjubel beherzigen konnten, spielte das Kurzzeitgedächtnis von Rémis Freund nicht mit! Und so zischte Rémi ihm alle fünf Minuten zu, er solle doch um Gottes Willen bitte leise sein, und sein Freund entschuldigte sich jedes Mal zerknirscht und reumütig. Das Ergebnis weiß ich nicht mehr, ich erinnere mich dunkel an geniale Momente von Kalou, den wir alle sehr schätzen konnten… Aber es war die Gemeinschaft, die von diesem Tag in Erinnerung bleiben wird.

Bild von Rolf

(Anne)

ich bin dir nur einmal persönlich begegnet. Das war lange, nachdem du mir so sehr ans Herz gewachsen bist. Anfänglich war es nur ein weiterer Twitter-Follow aus Sympathie… Doch du warst mehr, wie sich zeigen sollte!

Du warst mir ein Freund in einer sehr dunklen Stunde und hast mich aufgebaut und mir Hoffnung geschenkt, obwohl wir uns kaum kannten… Wir haben also geschrieben… und geschrieben und geschrieben… und ohne dir jemals begegnet zu sein, wurdest du mir ein Freund!

Tatsächlich hätte dein Name es verraten können: aber wir hatten ja immer nur geschrieben… Und ich hab dich auch immer nur gelesen… Aber mir ging komplett das Herz auf, als ich dich zum erstenmal habe reden hören… Das war in einem RBB-Beitrag über 1892LiterWasser…

Ich weiß, du bist Franzose… aber deine Stimme zu hören… und deinen wirklich unglaublich süßen französischen Akzent… Im Fernsehen… das hat mich an dem Tag so komplett von den Füßen geholt… GROSSARTIG!

Hier alles andere aufzuzählen, würde wohl den Rahmen sprengen.

Aber eines sei gesagt: Dein großes Herz, deine liebenswerte Art, das Verständnis, dass du für dein Gegenüber hattest… die richtigen Worte zu finden, damit sich ein anderer besser fühlt… dein soziales Engagement… Das alles war und ist dir inne, denn das wird es sein, woran wir uns immer wieder gerne erinnern werden!

Mein Freund Rémi: die Zeit, die ich dich kennen durfte, war viel zu kurz! Aber was ich mir für mich selber wünsche, ist: ein genauso guter Mensch sein zu können, wie du einer warst!

Ich liebe Dich! Danke für alles!

(Tanja)

Wenn ich an Rémi denke, sehe ich ihn vor mir lächeln. Nicht irgendwie dahinlächeln, sondern mit einem deutlich in den Augen sichtbaren Lächeln. Man konnte unfassbar gut mit ihm lachen, aber auch konnte man sich sicher sein, dass er in schweren Zeiten für einen da war. Als wir im Rahmen des Projekts 1892LiterWasser telefonierten, sagte er etwas sehr Weises: „Wenn wir anderen helfen, wird innerlich uns geholfen.“  Danke Rémi, dass ich Dich kennenlernen durfte!

(Bert)

Ich habe Rémi vor vielen Jahren bei der Geburtstagsfeier eines gemeinsamen Freundes im „Herthaner“,einer Fankneipe in Neukölln, kennengelernt, wo Rémi damals Stammgast war. Wir haben die ganze Zeit zusammen gesessen und hatten sofort eine Vielzahl gemeinsamer Themen. Insgesamt haben wir wohl fünf oder sechs Stunden an diesem Abend miteinander geredet. In der Folgezeit haben wir uns dann und wann gesehen. Vor allem bei Hertha.

Dann, 2017, die Horrormeldung. Rémi hatte Krebs. Die Ärzte hatten keine Hoffnung und haben ihm weniger als ein Jahr noch gegeben. Nachdem sich der erste Schock bei uns gelegt hatte, sammelten wir für ein Transparent, um ihm in der Ostkurve unsere Unterstützung zu zeigen und eine unmissverständliche Botschaft mitzugeben:

Rémi hat die Botschaft verstanden. Mehr noch, er hat sich wahnsinnig über diese Aktion gefreut und seine Freude darüber in den sozialen Netzwerken kundgetan. Als Reaktion gab er das Versprechen zu kämpfen.

Und das tat er dann auch!

2018 stand für Rémi im Zeichen der ersten Chemotherapie.

Während des gesamten Jahres 2018 haben Rémi und ich täglich Quiz-Planet gespielt. Ein Quizduell auf Facebook mit Fragen aus vielen Richtungen. Es waren immer sehr enge Matches, bei denen wir uns nebenbei über Gott und die Welt unterhielten. Und über das Leben. Hierbei lernte ich Rémi als einen ausgesprochenen Philanthropen kennen, der ein sehr großes und warmes Herz hatte. Und vor allem immer an andere dachte. Nie hat er über seine Situation geklagt, sondern sie angenommen und viel mehr an andere gedacht. Und natürlich haben wir uns über die Rubrik Comics unterhalten. Rémi war genauso wie ich ein großer Asterix Fan. Und so gab es in unseren Frotzeleien natürlich auch viele Anspielungen auf Asterix. Seien es die Piraten, die mal wieder von den Galliern versenkt wurden, oder dem Fischer, bei dem man sich einen Fisch leihen wollte. Und natürlich über Sarah. Seine Tochter heißt genauso wie meine Frau. Ihre Namen werden auch gleich geschrieben. „Was hast du mit meiner Sarah zu schaffen?“ War nur einer der running gags zwischen uns.

Im Mai 2018 war es dann soweit: Rémi hatte die erste Chemotherapie hinter sich gebracht und besuchte an Christi Himmelfahrt das Halbfinale um die Deutsche Junioren-Meisterschaft im Amateur-Stadion. Zwar haarlos, aber nicht humorlos!

Das war ein gemeinsamer, unbeschreiblich glücklicher Moment!

Auch in der Folgezeit versuchte Rémi Spiele unserer Hertha zu besuchen, sofern es seine Kraft zuließ. Hieraus schien er Kraft zu ziehen. Wenn es 2018 eine Mannschaft gegeben hätte, der ich den Weltmeistertitel gegönnt hätte, dann war es tatsächlich Frankreich. Und ich erinnere mich immer an das Lächeln im Gesicht von Rémi je weiter das französische Team kam. Mit seinem niedlichen Akzent höre ich ihn heute noch sagen „Sie haben so viel Freude beim Spielen!“ Frankreich wurde letztendlich verdient Weltmeister und Rémi war darüber glücklich. So als wollte ihm der Schöpfer noch einen großen sportlichen Höhepunkt als kleines Geschenk geben.

Im Januar 2020 war eine Auswärtsfahrt zum Spiel beim VfL Wolfsburg unser letztes gemeinsames Fußballerlebnis. Wir haben glücklich und unverdient 2:1 gewonnen. Am Ende wurde offensichtlich noch einmal das Füllhorn über Rémi ausgekippt.

Mach’s gut Franzmann!

Du hast lang und tapfer gekämpft. Und nicht nur deswegen wirst Du in meinem Herzen immer einen Platz haben. Dein Lachen, Deine Herzlichkeit, Deine unendliche Wärme werde ich nie vergessen!

Bild: Sorgenkind

(André)

Rémi und ich wohnten beide in Neukölln. Nur ein paar Minuten zu Fuß voneinander entfernt. Trotzdem kreuzten sich unsere Wege erst sehr spät. Aber ich durfte ihn, wenn auch nur ein paar wenige Jahre, kennenlernen.

Ich weiß gar nicht mehr genau, wie der erste Kontakt zustande kam, aber ich gehe davon aus, dass es irgendwann über die magic AKJ gewesen sein muss und fortan trafen wir uns das eine oder andere mal zum gemeinsamen Hertha gucken in Rosels „Herthaner“-Kneipe in der Weserstraße. Wir diskutierten gerne und leidenschaftlich über Hertha und waren mitnichten immer einer Meinung. 

Eines Abends schrieb mich Rémi per WhatsApp an. Er hätte da einen Bericht im SWR gesehen, bei dem in Mainz eine Gruppe von Sanitätern während der Pandemie an den heißen Tagen Wasser an Obdachlose verteilten. 

Er fragte mich an, ob ich es denn für realistisch hielte, das auch in Berlin so zu organisieren. Ich arbeite 2-3 mal im Monat ehrenamtlich bei der Berliner Stadtmission und wahrscheinlich ging er deshalb davon aus, in mir den richtigen Ansprechpartner für dieses Thema zu finden. Er selbst war da schon längere Zeit schwer krank, er war oft zur Therapie in seiner „Zweitwohnung“, wie er das Urbankrankenhaus, augenzwinkernd, fast aufmunternd nannte. Er hat nie geklagt oder sich negativ über die knappe Zeit, die ihm noch verblieb, geäußert. Wenn ich ihn mal direkt auf seine Krankheit und sein Wohlbefinden ansprach und wissen wollte, wie es ihm gerade ging, war er meistens ein echter Gute Laune Bär, trug die fiese Realität mit Fassung und war einfach voller Optimismus. Mich hat das sehr beeindruckt.

Ich merkte, dass er für die Wasser-Idee Feuer gefangen hatte und wollte ihn dabei sehr gerne unterstützen.Schnell bekam er in der AKJ einige Interessierte zusammen und wir begannen mit der Organisation. 

Ich erinnere mich an diesen heißen Sommertag im “Rosels” und dass man ihm anmerkte, wie er doch mit seinen Kräften haushalten musste. An jenem Tag  wurde mir klar, dass daraus mehr werden würde, als bloß einmal Wasser zu verteilen. Rémi fragte mich, ob ich die Koordination übernehmen könnte, da er aufgrund seiner Krankheit nicht genug Kraft hatte, es selbst koordinieren zu können. Er wusste von meinem Engagement in sozialen Projekten. Ich sagte ihm gerne zu. 

Er wusste zu diesem Zeitpunkt nicht, dass er mich damit aus einem emotionalen Tief herausholte. In den Wochen zuvor zog ich mich von zahlreichen Projekten zurück, in denen ich mich teilweise verausgabt und teilweise auch aufgerieben hatte, zudem musste ich pandemiebedingt meine hauptberufliche Herzenstätigkeit #fairkicktbesser aufgeben und auf einen unbefriedigenden Nachtjob ausweichen. Ich war insgesamt ziemlich down. 

Rémi aber reaktivierte mich, vermutlich ohne es zu wissen. Ich sagte ihm das ein paar Wochen später und bedankte mich dafür. Er fragte, warum ich mich bedanken würde und meinte, dass er sich sehr darüber freue, dass wir gemeinsam Gutes getan hätten. Er fuhr sogar noch einmal mit und verteilte sitzend, aus dem Auto heraus, Wasserflaschen. Ich spürte, wie sehr es ihm am Herzen lag, auch noch einmal auf Wassertour zu gehen.

Seine aufbauende Art, die Kraft, die er aufbrachte, trotz seiner Krankheit für andere da zu sein, seine positive Weltanschauung und die vielen Telefonate fehlen mir. Aber seine Energie und sein Geist leben in unseren Touren durch Berlin weiter und ich bin dankbar dafür, ihn als Freund gehabt haben zu dürfen.

(Markus)

Ich lernte Rémi auf einer Mitgliederversammlung der Axel Kruse Jugend kennen. Wie da dieser Mann saß, der mit französischem Akzent Formulierungen des Vorstands und Abstimmungsregularien berichtigte. Dieses Bild. Wie der amüsierte Franzose den Kartoffeln das deutsche Vereinsrecht erklärt.

Überhaupt: Rémi, der einzige, der unseren Gruppenchat Rechtschreibfehlerfrei hielt.

(Benny)

„Frag doch mal Rémi!“, sagte man mir.
Also schrieb ich Rémi an…unbekannterweise.
Ein Mensch, der mich nicht kannte, war sofort bereit mir zu helfen und mich mit Informationen zu versorgen.
Er suchte für mich Links raus, schickte mir Kontaktdaten von Verantwortlichen, die ich für mein Problem anschreiben könne.

Ich war sofort fasziniert von seiner Art, seinem freundlichen und netten Wesen. Es entstand ein längerer Wortwechsel, wir unterhielten uns über seinen Nachnamen, und er erklärte mir, dass er wohl „Sohn vom Burgvogt“ bedeute.
„Exklusivität hat einen Namen!“ waren seine Worte. Im Gedanken spreche ich das mit seinem wunderbaren französischen Akzent aus.

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Rémi auf Twitter.

1 Comment

  1. Beim letzten Mal, als wir uns gesehen haben (im Stadion auf dem Wurfplatz), haben wir uns zur Begrüßung umarmt. Die Erinnerung bzw. der Gedanke daran, gibt mir ein Gefühl von Dankbarkeit und Frieden. Seine Gegenwart war ein Genuss. Ein Vorbild mit seiner nie klagenden, immer gutmütigen und stets freundschaftlichen Art. Danke, Rémi.

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